Unsere Einrichtung
Diese Seite beschäftigt sich mit der Konzeption unseres Kindergartens.
Eine Konzeption ist eine schriftliche Ausführung aller inhaltlichen Schwerpunkte, die in unserer Kindertageseinrichtung für die Kinder, die Eltern, den Mitarbeiterinnen selbst, dem Träger und die Öffentlichkeit bedeutsam sind. Dabei spiegelt die Konzeption die Realität wieder und verzichtet auf bloße Absichtserklärungen. Diese Konzeption ist somit individuell und trifft in ihrer Besonderheit nur für unsere spezifische Einrichtung zu, um das besondere Profil zu verdeutlichen und unverwechselbar mit anderen Einrichtungen zu sein.
Inhaltsverzeichnis
I. Struktureller Rahmen
1.1 Träger
1.2 Betreuungsangebote
1.3 Personelle Besetzung
1.4 Öffnungszeiten und Aufnahmekriterien
1.5 Soziales Umfeld
II. Pädagogische Arbeit
2.1 Der situationsbezogene Ansatz
2.2 Die Bedeutung des Spiels
2.3 Bildungs- und Erziehungsziele
2.4 Die Bedeutung des Freispiels
2.5 Die religionspädagogische Arbeit
2.6 Die Gestaltung des Tagesablaufes
2.6.1 In der Regelgruppe
2.6.2 In der Blockgruppe
2.7 Aktionen und Feste
2.8 Aktuelle Angebote
III. Zusammenarbeit
3.1 ... mit den Eltern
3.2 ... mit anderen Organisationen und Einrichtungen
I. Struktureller Rahmen
1.1 Träger
Unsere Einrichtung befindet sich in Trägerschaft der katholischen Pfarrgemeinde St. Pius in Wattenscheid.Der Träger einer Tageseinrichtung für Kinder übernimmt ein hohes Maß an gesetzlichen Verpflichtungen und Aufgaben. Er ist insbesondere für die optimalen Rahmenbedingungen unserer pädagogischen Arbeit verant-wortlich. Der Träger hat daher eine Person benannt, die gegenüber der Leitung, den Mitarbeiterinnen und den Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Zusätzlich gibt es regelmäßige Treffen zwischen der Leitung und dem Träger, sowie eine enge Kooperation im Rat der Tageseinrichtung. Dem Träger ist die bedarfsgerechte und konzeptionelle Weiterentwicklung der Einrichtung ein ganz besonderes Anliegen. Der Aufbau und die Pflege eines Qualitätsmanagement-Systems wird von ihm gefördert und unterstützt.
1.2 Betreuungsangebote
Unsere Tageseinrichtung für Kinder bietet die Möglichkeit der ganztägigen Betreuung für Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Beginn der Schulpflicht. Die Anzahl der Kinder in den vorhandenen Gruppen richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben.
| Gruppen | |
| 2 Regelgruppen | 50 Kinder / teilweise mit Mittagessen |
| 2 Blockgruppe | 50 Kinder |
Allen Gruppen steht ein eigener Gruppenraum zur Verfügung. Zusatzräume, sowie eine kleine Küche können von allen Gruppen mitbenutzt werden. Im Außengelände und im Flur können alle Kinder spielen. Zusätzlich haben wir eine Turnhalle ganzjährig zur Verfügung. Unser Außengelände ist sehr groß und kindgerecht gestaltet. So gibt es z.B. einen Fußballplatz, einen großen Sandbereich, eine Vogelnestschaukel, ein große Kletterhaus und viel Raum für das Spielen in Klein und Großgruppen, sowie Rückzugsmöglichkeiten.
1.3 Personelle Besetzung
Die personelle Besetzung in unseren Gruppen richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben und den entsprechenden Vereinbarungen. In diesen Vereinbarungen sind die Qualifikationen und die Anzahl der pädagogischen Mitarbeiterinnen geregelt. Zusätzlich ist eine Leitung mit 38,5 Stunden beschäftigt.
| Gruppe | MitarbeiterInnen | Beschäftigungsumfang |
| Blockgruppe | 1 Erzieherin 1 Erzieherin |
38,5 Stunden 34 Stunden |
| Gruppe 2 | 1 Erzieherin 1 Kinderpflegerin 1 Ezieherin (zusätzlich für die Integration) |
38,5 Stunden 34 Stunden 22 Stunden |
| Gruppe 3 | 1 Erzieherin 1 Erzieherin |
38,5 Stunden 30 Stunden |
| Blockgruppe | 1 Erzieherin/Sozialtherapeutin 1 Erzieherin |
29 Stunden 38,5 Stunden |
Unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen arbeiten nach anerkannten Standards und beteiligen sich an deren Weiterentwicklung. Durch verschiedenste Aus- und Fortbildungen qualifizieren sie sich ständig fachlich weiter.
Zur Zeit arbeiten bei uns 3 Fachkräfte mit unterschiedlichem Stundenumfang für die zusätzliche Sprachförderung, sowie für heilpädagogische Frühförderung.
1.4 Öffnungszeiten und Aufnahmekriterien
Die Aufnahmekriterien werden im Rat der Tageseinrichtung festgelegt. Diese finden bei der Aufnahme eines Kindes Berücksichtigung. Als kath. Einrichtung werden dementsprechend kath. Kinder besonders berücksichtigt.
Die Anmeldeformulare sind jederzeit erhältlich.
Unsere Einrichtung ist von Montag bis Freitag geöffnet. Durch die verschiedenen Öffnungszeiten versuchen wir den Bedürfnissen der Eltern gerecht zu werden. Die Öffnungszeiten sind:
Regelbetreuung: 7.30-12.30 und 14.00-16.00 Uhr
Blocköffnung: 7.00-14Uhr / durchgehend
Übermittagsbetreuung: 7.30-16.00 durchgehend mit warmer Mahlzeit
1.5 Soziales Umfeld
Das Einzugsgebiet unserer Kindertageseinrichtung besteht aus dem gesamten Stadtgebiet von Wattenscheid. Wir bieten allen sozialen Schichten Betreuung, Bildung und Begleitung. In vielen Familien sind beide Elternteile berufstätig, bzw. alleinerziehend und berufstätig, so dass hier eine Übermittagsbetreuung, sowie die unterschiedlichen Betreuungszeiten sehr wichtig sind. Kinder verschiedener Nationalitäten besuchen unsere Einrichtung.
Als familienergänzende Institution bieten wir bei verschiedenen Aktionen (Elternsprechtage, Elterncafe, offenem Familientreff, Info- und Themennachmittage, Feste und Feiern) Geschwisterbetreuung an. In den Schulferien besuchen uns nach Absprache die ehemaligen Kindergartenkinder oder auch Geschwister.
Unsere Tageseinrichtung befindet sich in einer ruhigen Seitenstraße, in Parknähe, ist jedoch von den umliegenden Wohngebieten aus gut zu erreichen. Bis zur Ortsmitte / zum Stadtkern sind es ca. 10 min. Fußweg. Viele Institutionen, wie Polizei, Krankenhäuser, Stadtbücherei, Post, Banken sind dort zu erreichen. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bietet uns vielfältige Möglichkeiten.
Das Pfarrheim unserer Gemeinde grenzt an das Gebäude der Tageseinrichtung und kann für viele Angebote, Feste und Veranstaltungen mitgenutzt werden. Die Pfarrkirche liegt in unmittelbarer Nachbarschaft.
II. Pädagogische Arbeit
2.1 Der situationsbezogene Ansatz
Um den Kindern eine lebensnahe und umfassende Bildung und Erziehung zu ermöglichen, gehen wir in unserer pädagogischen Arbeit vom situationsbezogenen Ansatz aus. Der situationsbezogene Ansatz beinhaltet, dass wir uns bei der Bestimmung von Lernbereichen und Lernzielen an der individuellen Situation des Kindes, unter Berücksichtigung seines jetzigen und zukünftigen Lebens.
Dies beinhaltet die integrative Arbeit mit gehandicapten Kindern.
Mittelpunkt und Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit ist grundsätzlich das Kind mit seinen Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen. Hierbei ist für uns die Einsicht maßgeblich, dass Kinder am intensivsten und nachhaltigsten durch gemachte Erfahrungen lernen, die auf selbständiges und angeleitetes Handeln beruhen.
Wir orientieren uns in unserer Arbeit an folgenden Punkten:
Verbal geäußerte Wünsche und Interessen einzelner Kinder, einer Kleingruppe oder der Gesamtgruppe
Wir fordern die Kinder auf, ihre Wünsche und Interessen zu äußern und versuchen, diese Wünsche und äußerungen in unser pädagogisches Handeln zu integrieren.
Beobachtete Aktivitäten der Kinder
Wir beobachten die Aktivitäten der Kinder und greifen dabei Situationen direkt und auch im Hinblick auf weitere Planungen auf.
Festgestellte Verhaltensprobleme bei einzelnen Kindern oder einer Kleingruppe
Stellen wir bei unseren Beobachtungen fest, dass Kinder Probleme oder Schwierigkeiten haben, sie z. B. bestimmte Fähigkeiten nicht ausreichend beherrschen, versuchen wir, ihnen durch gezielte Angebote und differenzierte Förderungen zu helfen.
Konfliktsituationen einzelner Kinder, der Teil- oder Gesamtgruppe sowie das Verhältnis zwischen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Kind / Kindern
In einer Kindergruppe ergeben sich immer wieder vielfältige Konfliktsituationen. Im Umgang mit Konflikten verstehen wir uns als Vermittler und als Vorbild für die Kinder. Durch Aufgreifen von Konflikten können wir den Kindern angemessene Hilfe zur Lösungsfindung oder deren Verarbeitung geben.
Aktuelle Ereignisse innerhalb und außerhalb der Einrichtung
Diese aktuellen Ereignisse greifen wir, nach Bedürfnislage und Möglichkeiten, im Tagesgeschehen auf.
Kinderanalysen
Um alle wichtigen Situationen des Kindes erfassen zu können, halten wir unsere Beobachtungen in Form von Kinder-Analysen / Kinderbeobachtungsbogen schriftlich fest. Diese Kinder-Analysen / Kinderbeobachtungsbogen sind nicht nur die Grundlage unserer pädagogischen Planung, sie dienen auch den pädagogischen Mitarbeiterinnen dazu, die praktische Arbeit und das eigene Verhalten zu jedem Kind kritisch zu überdenken und wenn notwendig, neue Ansatzpunkte zu finden.
Diese Beobachtungen erfordern das schriftliche Einverständnis des jeweiligen Erziehungsberechtigten.
2.2 Die Bedeutung des Spiels
Das Spiel des Kindes umfasst drei Kernbereiche:
1. Aufbau und Erweiterung der Persönlichkeit
2. Bildung der Basis zum Erwerb bedeutsamer Lernprozesse
3. Die Welt handelnd und begreifend zu erleben und sich zu orientieren
Das Spiel ist eine handelnde Auseinandersetzung mit der Umwelt. Im Spiel wird Gemeinschaft erfahren, soziales Verhalten, Regeln und körperliche Fähigkeiten eingeübt und erprobt. So schafft das Kind Neues, ahmt aber auch Vergangenes nach. Beim Spiel ist es dem Kind möglich, verschiedene Verhaltensweisen auszuprobieren (Arzt, Friseur....) und Konflikte so lange durchzuspielen, bis sie bewältigt worden sind.
Das Spiel setzt beim Kind Lernprozesse in Gang, die es für das tägliche Leben nutzen kann (z.B.: einkaufen).
Kinder lernen im Spiel die Fähigkeiten, die notwendig sind, um ein selbständiges und teilautonomes Leben zu führen. Das bedeutet, Kinder dürfen nicht in ihrer Spielfähigkeit eingeschränkt werden, denn Kinder, die viel und intensiv spielen, zeigen Verhaltensweisen im emotionalen Bereich (z.B. tiefes Erleben von Gefühlen), im sozialen Bereich (z.B. bessere Kooperationsbereitschaft), im kognitiven Bereich (z.B. höhere Konzentrationsfähigkeit) und im motorischen Bereich (z.B. differenzierte Fein- und Grobmotorik) in ausgeprägtem Maße.
Das freie Spielen nimmt einen großen Teil des Tages in Anspruch, wobei die Kinder ihren Spielort, den Spielpartner, ihre Spieldauer und das Spielmaterial selbst bestimmen.
2.3 Bildungs- und Erziehungsziele
Die Bildungsbereiche und deren Umsetzung in die Praxis
Kognitiver Bereich
Der wichtigste Aspekt in unserer pädagogischen Arbeit ist für uns die Lernfreude und Lernbereitschaft der Kinder ohne Zwang und Druck zu wecken, zu fördern und zu erhalten.
Wir geben den Kindern durch einen großen Freiraum bei der Auswahl ihres Spielplatzes und Spielmaterials und durch differenzierte Angebote die Möglichkeit, Gegenstände, Lebensweisen, Vorgänge in der Natur, sowie des alltäglichen Lebens kennen zu lernen und je nach eigenen Bedürfnissen, intensiv und nachhaltig zu erleben.
Wir unterstützen sie in ihrer Neugierde und ihrer Freude am Entdecken und Experimentieren. Das Kind lernt dabei Sachverhalte kennen und seinen eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern. Auf diese Weise kann das Kind seine eigenen Lebenssituationen zunehmend selbständiger bewältigen.
Im Hinblick auf die Schule sei aber eines deutlich vermerkt:
Der Kindergarten ist keine Vorschule!
Wir geben den Kindern umfassende Hilfen, d.h. eine ganzheitliche Förderung, um sich in ihren jetzigen und zukünftigen Lebenssituationen zurecht zu finden, dazu gehört auch die Heranführung an die zukünftige Lebenssituation Schule. Jedoch bereiten wir die Kinder nicht, durch Vorverlegung schulischer Arbeitsformen wie z.B. Lesen, Rechnen, Schreiben oder durch einseitig orientierte Trainingsprogramme und Mappen, auf die Schule vor.
Emotionaler Bereich
Wir bieten den Kindern eine geborgene, freundliche und herzliche Atmosphäre an, um zur Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens der Kinder beizutragen. Dieses Ziel erreichen wir, indem wir die Kinder als individuelle Persönlichkeiten akzeptieren und verstehen. Weiterhin vermitteln wir ihnen bewusst Erfolgserlebnisse. Die Kinder lernen, mit ihren eigenen und den Gefühlen anderer umzugehen, d.h. sie sollen sich selbst und die Mitglieder der Gruppe mit den positiven Gefühlsäußerungen der Lust und Freude erleben, aber auch mit ihren Ängsten und Konflikten konfrontiert werden.
Kreativer Bereich
Für Kinder ist es wichtig, dass sie bei der Entwicklung der positiven Eigenschaften aktiv unterstützt und angeregt werden. Wichtig ist uns hierbei, dass die Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse und Fähigkeiten frei gestalten und experimentieren können. Nicht das Ergebnis, sondern der Prozess steht im Vordergrund.
Persönlichkeitseigenschaften wie Offenheit, Originalität, Selbständigkeit, Flexibilität, Sensibilität und Mut zur Veränderung werden kreativen Menschen zugeschrieben, zu denen sich Kinder entwickeln sollen.
Im bildnerischen und handwerklichen Bereich setzen wir deshalb Schablonen und freie Kreativität in einem ausgewogenen Verhältnis ein;
Sowie von Kindern ausgesuchte du selbstgefundene Hilfsmittel, da es sie in ihrem Handeln positiv bestärkt und der Kreativitätsförderung dient.
Motorischer Bereich
Um den natürlichen Bewegungs- und Selbsterfahrungsdrang der Kinder gerecht zu werden, geben wir ihnen in den unterschiedlichsten Bereichen genügend Freiräume, die eigenen Fähigkeiten und Grenzen ihres Körpers zu erleben. Dies geschieht im Innenbereich, wie Flur oder Turnhalle in der Bewegungsbaustelle (orientiert an den Bedürfnisse der Kinder verändert sich diese).
Durch den häufigen und längeren Aufenthalt im Außengelände, welches vielfältige Möglichkeiten bietet, wird der motorische Bereich für Kinder immer wieder ein individuelles Erlebnis.
Sprachlicher Bereich
Ein weiterer Aspekt unserer pädagogischen Arbeit ist die Sprachförderung. Bereits im Kindergarten werden die Grundsteine für das spätere Lernen in Schule und Leben gelegt. Wir bieten den Kindern immer wieder Sprechanlässe, die sie neugierig auf Sprache machen. Dies passiert eingebunden in den Alltag. So wird die Sprache für die Kinder zur Normalität und nimmt den Kindern die Schwierigkeiten.
Eingebunden in unsere Arbeit ist die zusätzliche Sprachförderung im morgendlichen Ablauf, sowie die Arbeit in Kleingruppen für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf.
2.4 Die Bedeutung des Freispiels
Die vielseitigen und wichtigen Erfahrungen, die zur Förderung ihrer Gesamtpersönlichkeit unerlässlich sind, machen die Kinder in der Freispielphase. Wichtig ist uns hierbei, dass die Kinder eigenständig (ihrer Entwicklung entsprechend und situationsabhängig) entscheiden und agieren bzw. selbst bestimmen können
- was und wie sie selbst etwas tun möchten: z.B. spielen, zuschauen, ausruhen, bauen, werken, malen, träumen ...
- welchen Spielort sie unter Berücksichtigung der entsprechenden Räumlichkeiten in Anspruch nehmen
- ob sie alleine, mit anderen Kindern oder auch mit Erwachsenen spielen bzw. etwas tun möchten
- welches der zur Verfügung stehenden Materialien sie für ihr freies Spiel bzw. ihre freie Tätigkeit nutzen wollen
- wie sie den Spielverlauf mit welcher Intensität und mit welchem Tempo gestalten
- welche Zeit sie für die einzelnen Handlungen investieren d.h. wann sie aus eignem Ermessen heraus etwas beenden, abbrechen oder Neues beginnen
- ob sie sich dem Tun “hingeben” oder sich selbst eine Aufgabe stellen
Um einem möglichen Konsumverhalten entgegenzuwirken, legen wir großen Wert darauf, dass die Kinder nicht ständig mit Angeboten konfrontiert werden. Wir achten vermehrt darauf, dass Kinder die Freispielphase für ihre eigenen Erfahrungen nutzen können.
2.5 Religionspädagogische Arbeit
Unserer Arbeit orientiert sich am christlichen Menschenbild, das heißt jedes Kind ist gewollt und einmalig. Wir sind mit unserm besonderen Angebot im Bereich der Religionspädagogik in unserer Pfarrgemeinde integriert. Das sinnliche Erleben christlicher Werte und Traditionen gibt dem Kind Orientierung im Gegenwärtigen und späteren Leben.
Als katholische Tageseinrichtung hat die religiöse Erziehung für uns einen bedeutenden Stellenwert in der Erziehung des Kindes. Gemeinsam mit den Kindern werden Inhalte der kirchlichen Feste erarbeitet, die Gestaltung vorbereitet und Gottesdienste gefeiert. Als ein Teil der Schöpfung Gottes wollen wir die Natur, Tiere und Pflanzen mit allen unseren Sinnen wahrnehmen und achten.
Über das Vorbild Jesu lernen die Kinder christliche Umgangsweisen kennen ( z.B. Nächstenliebe). Menschen aus der Geschichte der Kirche (z.B. Sankt Nikolaus, Sankt. Martin...) zeigen den Kindern, an welchen Stellen wir selber anfangen können, christlich zu handeln.
Unseren religionspädagogischen Auftrag setzen wir in unserer Arbeit um, indem wir
- über verschiedene religiöse Angebote (z.B. Rollenspiele, Geschichten erzählen) den Kindern Geschichten aus der Bibel nahe bringen und verständlich machen
- die Geschichten in Bezug zu ihrem eigenen Leben setzen (z.B. in Gesprächsrunden, Bildern, Vergleichen)
- mit den Kindern die kirchlichen Feiern gemeinsam vorbereiten und ihnen diese erklären (z.B. Feste im Jahreskreis, gemeinsame Gottesdienste und Andachten)
- andere Religionen kennen lernen, diese akzeptieren und respektieren
- ihnen das christliche Miteinander vorleben (Vorbilder sind)
- mit den Kindern Gebete sprechen (vorgegebene Gebete, selbst erdachte Gebete) und dies als Ritual einsetzen, somit wiederkehrend.
2.6.1 In der Regelgruppe
Die Kinder werden in der Zeit von 7.30-9.00 Uhr gebracht.
Die Erziehungsberechtigten bringen ihre Kinder in die feste Gruppe. Dort werden sie von ihrer Erzieherin persönlich begrüßt, es werden Informationen zwischen Eltern und Fachkraft ausgetauscht, die für beide Seiten sehr wichtig sind.
Mit der Begrüßung beginnt die Aufsichtspflicht des Personals.
Ab 9.00 Uhr dürfen die Kinder im Flur und auch auf dem Außengelände alleine in kleinen Gruppen spielen. Nach Absprache dürfen sie auch die anderen Gruppen besuchen.
Die Turnhalle steht jeder Gruppe an einem Tag für den ganzen Vormittag zur Verfügung.
Das Freispiel nimmt einen großen Teil des Tagesablaufes ein, wobei die Kinder ihren Spielpartner, Spielort, das Spielmaterial und die Zeit selbständig organisieren.
In dieser Zeit finden Angebote in Kleingruppen, teilweise auch gruppen-übergreifend mit verschiedenen Inhalten statt.
Während des Vormittags können die Kinder selbständig frühstücken, sie bringen sich das Essen mit, die Getränke(Milch, verschiedene Tees, Mineralwasser, eventuell Säfte) bekommen sie von der Einrichtung.
Bei Geburtstagen, Feiern und an festen Gruppentagen wird gemeinsam mit allen Kindern und den Erzieherinnen gefrühstückt.
Um dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden, gehen wir mit ihnen möglichst täglich nach draußen. Dies geschieht bei jeder Witterung, so dass alle Kinder dementsprechende Kleidung dabei haben sollten. Zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten werden individuell angeboten. Im Laufe des Tages gibt es meistens einen Stuhl-, Sitz- oder Bewegungskreis, um den Tag zu reflektieren, Lieder zu singen oder sich zu verabschieden.
In der Zeit von 12.15 –12.30 Uhr werden die meisten Kinder von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt.
Einige Kinder bleiben ganztägig in der Einrichtung und nehmen an einem gemeinsamen Essen teil, das in die Einrichtung geliefert oder auch selbst zubereitet wird.
Das Mittagessen wird in einer gemütlichen Atmosphäre im Mittagsraum eingenommen.
Im Anschluss daran können sie je nach ihren individuellen Bedürfnissen ihren Spielinteressen nachgehen, sich entspannen oder Geschichten hören.
Ab 14.00 Uhr ist die Einrichtung wieder für alle Kindergartenkinder geöffnet.
Zu Elternnachmittagen, Bastelaktionen, Festen, Feiern und anderen Veranstaltungen kommen dann auch meistens die Geschwisterkinder mit.
Da einige Kinder den ganzen Tag in unserer Einrichtung verbleiben, verbringen wir auch nachmittags nach Möglichkeit viel Zeit auf dem Außengelände, gehen in den benachbarten Park, lesen Geschichten vor, hören Musik, usw.
Gleichzeitig ist hier nochmals Zeit und Raum für gezielte Kleingruppen- und Arbeitsgruppenangebote.
Der Nachmittag endet um 15.45 Uhr.
Nach Absprache und Vorhaben findet für die Mitarbeiterinnen die Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit statt. Dies ist notwendig, um die pädagogische Arbeit zu reflektieren und fachliche Gespräche und Diskussionen mit den anderen Teammitgliedern der Einrichtung zu führen.
2.6.2 in der Blockgruppe
Der Tag beginnt zwischen 7.00 und 9.00 Uhr. Somit besteht für die Eltern, die sehr früh anfangen zu arbeiten, die Möglichkeit, noch Absprachen mit den Erzieherinnen zu treffen, die für eine gute Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes sehr wichtig sind.
Der weiteren Tagesablauf ist genauso geregelt wie in den anderen Gruppen, mit Freispiel, Turn- und Bewegungserziehung, Festen und Geburtstagen.
Angebote in Kleingruppen, Neigungs- und Förderangebote finden im morgendlichen Ablauf statt.
Gegen 12.45 Uhr nehmen die Kinder gemeinsam mit der Erzieherin einen kalten Imbiss ein, der von zu Hause mitgebracht wird.
Dieses findet auch in gemütlicher Atmosphäre statt, damit auch hier noch Zeit für Ruhe und Entspannung gegeben wird, da die Kinder ja schon einen langen Tag hinter sich haben.
Bis zum Abholen um 14.00 Uhr können die Kinder noch Geschichten hören, spielen, nach draußen gehen oder sich im Abschlusskreis über den vergangenen Tag austauschen.
Die Mitarbeiterinnen der Blockgruppe nutzen den Nachmittag dazu, ihre pädagogischen Angebote vor- und nachzubereiten, Räume zu gestalten und organisatorische Aufgaben der Tageseinrichtung zu erledigen.
2.7 Aktionen und Feste
Neben den traditionellen Festen, die bei uns gefeiert werden, finden auch spezielle Einrichtungsaktionen statt, welche aus den Bedürfnissen der Kinder und Eltern unserer Einrichtung entstanden sind, wie z.B. Wanderung, Ausflüge, Einrichtungsaktionstag, Tag der offenen Tür, Trödelmarkt, Großelternnachmittag, usw.
Initiative und Mitwirkung der Eltern tragen dazu bei, dass solche Feste und Aktionen in unserem Haus durchgeführt werden können. Auch die Geburtstage jedes einzelnen Kindes bedeuten für uns ein gemeinsames Fest, welches wir gebührend feiern.
2.8 Aktuelle Angebote
2.8.1 Heilpädagogische Frühförderung
2.8.2 Zusätzliche Sprachförderung
2.8.3 Offener Familientreff mit Kinderbetreuung
2.8.4 Gemeinsame Mahlzeiten für Eltern und Kinder
2.8.5. Angebote für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf
2.8.6. Kunst für Kinder
2.8.7. Gymnastikkurs für Mütter
III. Zusammenarbeit
3.1 ... mit den Eltern
Eine enge Kooperation zwischen Eltern und Mitarbeiterinnen ist die Voraussetzung für die optimale Förderung des Kindes. Da wir eine familienergänzende Einrichtung sind, müssen und sollen Eltern und Mitarbeiterinnen kooperativ zusammen arbeiten. Voraussetzung hierfür ist ein enger und persönlicher Kontakt zwischen den Eltern und den Mitarbeiterinnen. Aus diesem Grunde beziehen wir die Eltern aktiv mit ein und bieten Ihnen neben dem im GTK verankerten Mitwirkungsmöglichkeiten (Elternvollversammlung, Elternrat, Kindergartenrat) folgende Aktivitäten an:
Einzelgespräche mit Eltern
Zur Schaffung einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Eltern und pädagogisch Mitarbeiterinnen gehört für uns unbedingt das persönliche Gespräch, in dem Erfahrungen und Fragen im Hinblick auf das Kind ausgetauscht und geklärt werden können. Diese Entwicklungsgespräche bietet die Einrichtung mindestens 1 x im Jahr für Eltern an, darüber hinaus stehen wir bei Bedarf nach Absprache zur Verfügung. Hierbei ist nicht das tägliche Miteinander gemeint, was für uns eine Selbstverständlichkeit ist. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen sind über die Inhalte der Gespräche an die Schweigepflicht gebunden.
Elternabende und -nachmittage
Es finden regelmäßig gemütliche Elternabende und -nachmittage statt. Diese tragen zu einer vertrauensvollen und offenen Atmosphäre in der Einrichtung bei. Elternabende und -nachmittage werden bei uns auf Einrichtungsebene angeboten. Neben den allgemeinen Informationen über unsere pädagogische Arbeit, sprechen und diskutieren wir auch über Erziehungsfragen, verschiedene pädagogische Themen, Probleme und Konflikte.
Auch werden Elternfragen und Wünsche thematisiert und erarbeitet (z.B.: durch Referenten von außen oder Gestaltung durch Erziehungsberechtigte)
Selbstverständlichwerden die Kindergartenkinder sowie die Geschwister während der Veranstaltungen betreut.
Eingewöhnungsnachmittage für die "neuen" Kinder und deren Eltern
Die zukünftigen Kinder werden mit ihren Eltern zur Vorbereitung und Eingewöhnung mehrfach eingeladen. Diese Vorbereitung findet an festen Nachmittagen statt, da die pädagogischen Mitarbeiterinnen dann mehr Möglichkeiten haben, sich intensiv mit den Kindern und Eltern zu beschäftigen, sie mit Räumlichkeiten, Materialien und Abläufen vertraut zu machen und Fragen zu beantworten.
Auch dürfen die angehenden Kindergartenkinder zum Schnuppern schon morgens in ihre zukünftigen Gruppen.
Elternumfragen
Um die Bedürfnisse und Interessen von Eltern bei unserer Planung berücksichtigen zu können, führen wir Umfragen in Form von Fragebögen bei allen Eltern durch. Vorschläge und Aktivitäten werden im Rat der Tageseinrichtung abgestimmt und lassen ausreichend Platz für Ideen der Eltern.
3.2 ...mit anderen Organisationen und Einrichtungen
(Landes-)Jugendamt
- im Bezug auf die Finanzierung unserer Tageseinrichtung
- bei der Belegung von freien Kindergartenplätzen
- bei der Prüfung des bedarfsgerechten Angebotes für die Kinder (räumlich) / Erteilung der Betriebserlaubnis
Frühförderstelle
- Absprachen bei Vorschulkindern
- Zusammenarbeit bei "auffälligen" Kindern
Gesundheitsamt
- In Bezug auf meldepflichtige Krankheiten
- Bei Belehrungen der Kräfte (früher Gesundheitszeugnis)
- Untersuchungen der Kinder in der Einrichtung durch den Amtsarzt
andere Tageseinrichtungen für Kinder
- Entwicklung eines Qualitätszirkels
- Arbeitskreise für verschiedene Themen (z.B.: Integration)
- bei der Planung gemeinsamer Feste
- bei der Durchführung gemeinsamer Angebote
- in der Leiterinnenkonferenz
Grundschule
- Sprachstandserhebungen und Fördermaßnahmen
- Planung und Durchführung gemeinsamer Elterninfoveranstaltungen
- gemeinsame Gespräche mit Eltern (wenn dies gewünscht wird)
- Besuche in der Schule mit den "Vorschulkindern"
Trägerbehörden
- Bauabteilung
- Finanzabteilung
- Personalabteilung
- Rechtsabteilung
Spitzenverband
- Fachberatung
- Fortbildung
- Supervision
- Informationsdienste
Sozialraum/Kommune/Dekanat
- Sozialraumkonferenzen
- Träger/Leitertreffen
